Semaine Olympique Française 2025 - Port d`Hyères
Vom 19. bis 26. April fand die traditionsreiche Semaine Olympique Française in Hyères statt und ich war zum ersten Mal mit dabei. Eine besondere Regatta für mich, denn vor genau 36 Jahren ist auch mein Vater hier an den Start gegangen. Ein emotionaler Moment, in seine Fußstapfen zu treten!
Für mich stand bei dieser Regatta nicht das Ergebnis im Fokus. Stattdessen wollte ich gezielt an meiner Aggressivität am Start arbeiten mit dem Ziel, mich taktisch und mental weiterzuentwickeln.
Die Woche war von wechselhaften Bedingungen geprägt. Die Windvorhersage war insgesamt eher schwach, und wir Frauen mussten oft warten, da die Männer uns priorisiert wurden, was zu langen Pausen führte.

Trotzdem konnten wir an drei Tagen Rennen fahren – bei Starkwind, Leichtwind und einem Tag mit mittleren Bedingungen.
Am Ende landete ich auf Platz 27. Ich habe bewusst viel riskiert, manchmal zu viel.

Einige Top-10-Platzierungen waren zum Greifen nah, aber ich konnte sie nicht ins Ziel bringen. Trotzdem nehme ich aus Hyères viel Positives mit: Erfahrungen, die mich weiterbringen und Motivation für das, was kommt.

54 Trofeo Sofia Regatta - Palma de Mallorca
28.3.-5.4. 2025
Die Trofeo Princesa Sofía ist nicht nur der erste World Cup des Jahres, sondern auch eine der größten und prestigeträchtigsten Regatten im olympischen Segelsport. Alle olympischen Bootsklassen sind vertreten, entsprechend hoch ist das Niveau.
2025 war es meine zweite Teilnahme an dieser Regatta. Gesegelt wird direkt vor der Platja de Palma, zwischen Can Pastilla und El Arenal, ein Revier mit anspruchsvollen, aber meist sehr guten Windbedingungen. Insgesamt gingen 67 Frauen in der iQFOiL-Klasse an den Start und lieferten sich in 17 Wettfahrten ein spannendes und intensives Rennenfeld.
Ich konnte mir am Ende Platz 37 sichern – und wurde damit 10. in der U23-Wertung.
Besonders gefreut habe ich mich über drei Top-10-Ergebnisse, ein echter Motivationsschub! Sie zeigen mir, dass ich das Potenzial habe, vorne mitzufahren und mit mehr Konstanz auch weiter oben in den Ergebnislisten landen kann.


Das Wassertraining ist entscheidend, aber längst nicht alles.
Mindestens genauso wichtig ist für mich die Arbeit an Land. Sechsmal pro Woche trainiere ich zusätzlich im Kraftraum, um meinem Körper die Stabilität, Kraft und Ausdauer zu geben, die ich auf dem Wasser brauche.
Windsurfen fordert den gesamten Körper. Besonders wichtig sind starke Arme, eine ausgeprägte Griffkraft, ein stabiler Rücken, eine kräftige Core-Muskulatur und belastbare Beine. Nur wenn alles zusammenarbeitet, kann ich das Material in jeder Situation kontrollieren – vor allem bei viel Wind und hoher Geschwindigkeit.
Bei einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 150 Schlägen pro Minute während der Wettfahrten ist auch eine gute Grundlagenausdauer unverzichtbar. Deshalb gehören lange Einheiten auf dem Rennrad, intensives Ruderergometer-Training und gezieltes Krafttraining mit hohen Gewichten zu meinem sportlichen Alltag – und machen mir nebenbei auch richtig Spaß.