Semaine Olympique Française 2026 - Port d`Hyères
Vom 20. bis 24. April fand die traditionsreiche Semaine Olympique Française in Hyères statt und ich war zum zweiten Mal mit dabei. Eine besondere Regatta für mich, denn vor genau 37 Jahren ist auch mein Vater hier an den Start gegangen. Ein emotionaler Moment, in seine Fußstapfen zu treten!
Für mich stand bei dieser Regatta nicht das Ergebnis im Fokus. Stattdessen wollte ich gezielt an meiner Aggressivität am Start arbeiten mit dem Ziel, mich taktisch und mental weiterzuentwickeln.
Die Woche war von wechselhaften Bedingungen geprägt. Begonnen haben wir mit langem Warten und Rennen bis in den späten Abend, bei dann immerhin 15 - 20 Knoten. Der erste Tag lief noch schleppend für mich mit einigen Fehlentscheidungen und ich lag vorerst auf dem 28. Platz.

Tag 2 lief dafür umso besser. Bei leichtem Wind bis zu 12 Knoten konnte ich bei meinen Wohlfühlbedingungen performen und schob mich nach vorne auf Platz 21. Damit schaffte ich den Einzug in das schwer umkämpfte Goldfleet.
Die Rennen in der Goldflotte waren eng und Fehler wurden noch härter bestraft als üblich. Ich habe mich dennoch gut bewiesen an der Startlinie und konnte mich stetig verbessern.

Beendet habe ich die Regatta auf Platz 19.
Ein Ergbnis, mit dem ich sehr zufrieden sein kann und zeigt wo ich im Feld liege, aber auch woran noch gearbeitet werden muss.
Jetzt heißt es wieder Fokus auf den Kraftsport legen, bis es dann bei der Eurpameisterschaft in Portimao - Portugal, Mitte Mai weiter geht.

56 Trofeo Sofia Regatta - Palma de Mallorca
3.3.-4.4. 2026
Die Trofeo Princesa Sofía ist nicht nur der erste World Cup des Jahres, sondern auch eine der größten und prestigeträchtigsten Regatten im olympischen Segelsport. Alle olympischen Bootsklassen sind vertreten, entsprechend hoch ist das Niveau.
Für mich war es besonders wichtig, möglichst viel Regattaerfahrung zu sammeln - und Palma hat genau das geliefert. Insgesamt wurden 16 Wettfahrten gesegelt, in denen ich eine deutliche Leistungssteigerung zeigen konnte.
Es gelang mir nicht nur mich mit einem 14. Platz für das Goldfleet zu qualifizieren, sondern ich erzielte darüber hinaus auch mehrere sehr starke Einzelergebnisse.
Im Goldfleet sind die Lektionen noch einmal besonders hart. Dennoch blieb ich in meiner Leistung konstant und beendete die Regatta auf Platz 31.
Ein Ergebnis, auf dem sich definitiv weiter aufbauen lässt.


Das Wassertraining ist entscheidend, aber längst nicht alles.
Mindestens genauso wichtig ist für mich die Arbeit an Land. Sechsmal pro Woche trainiere ich zusätzlich im Kraftraum, um meinem Körper die Stabilität, Kraft und Ausdauer zu geben, die ich auf dem Wasser brauche.
Windsurfen fordert den gesamten Körper. Besonders wichtig sind starke Arme, eine ausgeprägte Griffkraft, ein stabiler Rücken, eine kräftige Core-Muskulatur und belastbare Beine. Nur wenn alles zusammenarbeitet, kann ich das Material in jeder Situation kontrollieren – vor allem bei viel Wind und hoher Geschwindigkeit.
Bei einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 150 Schlägen pro Minute während der Wettfahrten ist auch eine gute Grundlagenausdauer unverzichtbar. Deshalb gehören lange Einheiten auf dem Rennrad, intensives Ruderergometer-Training und gezieltes Krafttraining mit hohen Gewichten zu meinem sportlichen Alltag – und machen mir nebenbei auch richtig Spaß.